Trossinger Leier kommt zurück

12.11.2020
Staatssekretärin Petra Olschowski und Guido Wolf MdL
Staatssekretärin Petra Olschowski und Guido Wolf MdL

 

Die weltberühmte Trossinger Leier, die vor fast 20 Jahren bei Grabungen auf dem Trossinger Friedhof geborgen wurde, könnte für eine Veranstaltung mit der Musikhochschule Trossingen für vier Wochen in der Stadt ihres Fundes gezeigt werden.

Ich freue mich sehr, dass wir nach Gesprächen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zu diesem Ergebnis gelangt sind. Ich hatte mich unter anderem auf Bitten des Museumsleiters des Auberlehauses, Volker Neipp, nochmals für eine Prüfung eingesetzt, ob eine Leihgabe für das Auberlehaus in Trossingen ermöglicht werden könnte. Schließlich fand ein Gespräch zwischen Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, und mir in Stuttgart statt.

Nach Einschätzung des zuständigen Fachministeriums bedürfen die Objekte längerfristig einer Aufbewahrung in speziellen Klimaschänken, die auch fachmännisch durch Restauratoren überwacht werden muss. Möglich sei es aber, die Funde für vier Wochen im Rahmen einer speziellen Veranstaltung in Trossingen zu zeigen. Die Nachricht aus dem Wissenschaftsministerium ist eine hervorragende für Trossingen und Umgebung. Es kann gelingen, was schon seit rund 18 Jahren das Bestreben vieler Trossingerinnen und Trossinger war: Die weltberühmte Trossinger Leier jedenfalls für einen bestimmten Zeitraum dort zu zeigen, wo sie einst auch geborgen wurde.

Im Winter 2001/2002 wurde in Trossingen auf dem merowingerzeitlichen Friedhof mit dem Grab 58 einer der spektakulärsten frühmittelalterlichen Grabfunde geborgen: Neben verschiedenen hölzernen Behältnissen beinhaltete dieser Sensationsfund auch eine Leier. Die Leier ist wegen ihrer Schmuckzeichnungen mit Kriegern und ineinander verschlungenen Tierleibern eine Sensation. Schon damals war der Wunsch groß, diese in der Musikstadt Trossingen ausstellen zu können.