Guido Wolf MdL

Wolf und Stetter: Verzögerungen bei Stuttgart 21 sind schwerer Vertrauensschaden

Gäubahn-Anbindung darf nicht zusätzlich leiden

STUTTGART. Die jüngsten Berichte über weitere Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 sorgen bei den CDU-Landtagsabgeordneten Guido Wolf (Tuttlingen) und Christoph Stetter (Singen) für große Besorgnis. Wolf und Stetter sehen darin ein schwerwiegendes Signal mit weitreichenden Folgen für die Region und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Deutschen Bahn.

„Was aktuell an weiteren Zeitverzögerungen zu Stuttgart 21 im Raum steht, gleicht einem von der Deutschen Bahn angerichteten Fiasko. Da gibt es nichts zu beschönigen. Es führt zu einem massiven Vertrauensverlust in die Handlungsfähigkeit der Bahn, der auch Politik und Verwaltung belastet“, erklären die beiden Abgeordneten.

Wolf und Stetter betonen zugleich, dass die aktuellen Entwicklungen keinesfalls dazu führen dürfe, dass der Druck zur Beschleunigung nachlasse. Aus Sicht von Wolf und Stetter wäre es fatal, wenn die erneute Verschiebung des Fertigstellungstermins dazu führen würde, dass Verantwortlichkeiten verwischt oder notwendige Entscheidungen aufgeschoben werden. Wer fehlerhaft geliefert oder Planungen mangelhaft umgesetzt habe, müsse dafür auch Verantwortung übernehmen.

Zugleich sehen beide in der neuen Lage auch die Notwendigkeit, die Auswirkungen auf die Gäubahn-Anbindung erneut genau zu prüfen. Ziel müsse weiterhin sein, den Pfaffensteigtunnel schnellstmöglich zu realisieren und gleichzeitig alles daranzusetzen, einen Unterbruch der Gäubahn in Vaihingen möglichst zu vermeiden.

„Für die Menschen entlang der Gäubahn ist entscheidend, dass ihre Interessen nicht weiter ins Hintertreffen geraten“, erklären Wolf und Stetter. „Die Region braucht Verlässlichkeit, Transparenz und eine klare Perspektive für eine leistungsfähige Bahnanbindung.“

Abschließend fordern Guido Wolf und Christoph Stetter, dass die Gründe für den Bauverzug im Detail offengelegt werden und die zuständigen Gremien die weitere Entwicklung eng begleiten. Die Deutsche Bahn stehe in der Pflicht, verlorenes Vertrauen nur durch nachvollziehbares Handeln und ein Höchstmaß an Verbindlichkeit zurückzugewinnen.