2.52 Mio. Euro für das Modellvorhaben ‚Pflegemanager vor Ort‘ im Landkreis Tuttlingen
Ziel des Landesprogramms OrtsNahePflegeBW ist es, pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich ein Verbleiben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Dazu starten in Baden-Württemberg die ersten sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege. Das Förderprogramm wird vom Land und der Pflegeversicherung mit rund 14,3 Millionen Euro gefördert. Erprobt werden die Ansätze in Überlingen, im Landkreis Lörrach, in Mannheim, Schorndorf, Tübingen – und im Landkreis Tuttlingen.
Guido Wolf MdL begrüßt die Initiative und betont die Bedeutung regionaler Ansätze: „Gute Pflege braucht Mut, neue Wege auszuprobieren und Verantwortung gemeinsam zu übernehmen. Genau hier setzt OrtsNahePflegeBW an. Die Modellvorhaben ermöglichen es, dass sich vielversprechende Ideen in der Praxis bewähren und passgenaue Lösungen vor Ort entwickelt werden.“
Der Landkreis Tuttlingen erhält für sein Modellvorhabens: „Pflegemanager vor Ort“ eine Förderung in Höhe von 2.522.103,50 Euro. Das Modellvorhaben des Landkreises Tuttlingen zielt darauf ab, eine flächendeckende, wohnortnahe und sektorenübergreifende Pflege- und Unterstützungsstruktur durch den Einsatz von Pflegemanagern vor Ort in allen Verwaltungsräumen des Landkreises aufzubauen. Im Mittelpunkt stehen frühzeitige Beratung und Begleitung von pflegebedürftigen Menschen, die kooperative Vernetzung der bestehenden Hilfs-, Pflege- und Gesundheitsangebote sowie die enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Pflegediensten, Kommunen und weiteren Akteuren. Das Vorhaben verbindet Prävention, Care-Management und digitale Unterstützungsangebote, um pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige frühzeitig zu unterstützen, Versorgungslücken zu schließen, die ambulante Versorgung zu stärken und den Verbleib in der Häuslichkeit möglichst lange zu sichern.
Weitere Informationen:
Kommunen und Träger der Altenhilfe entwickeln und erproben im Rahmen von OrtsNahePflegeBW neue, innovative und bedarfsgerechte Versorgungsmodelle. Zentral ist die gestärkte Rolle der Kommunen in der Pflege. Weitere Modellvorhaben sollen im Laufe des Jahres folgen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert, zeigen die Projekte, welche Ansätze sich bewähren, und liefern Impulse für die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg. Das Land Baden-Württemberg und soziale wie private Pflegeversicherung fördern die Modellvorhaben gemeinsam mit insgesamt rund 31 Millionen Euro bis Ende 2029. Das Land stellt dafür bis zu rund 15,6 Millionen Euro bereit. Die Umsetzung basiert auf enger Zusammenarbeit zwischen dem Sozialministerium und den Landesverbänden der Pflegekassen. Die AOK Baden-Württemberg koordiniert als federführender Landesverband das Förderverfahren. Das Sozialministerium und die Pflegekassen begleiten die Modellvorhaben eng und berichten regelmäßig über Projekte, Erfahrungen und Erkenntnisse.